Glossar: GOB

Akronym für: Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung

Geschriebene und ungeschriebene Regeln zur Buchführung in Unternehmen.
Sie haben Rechtsnormcharakter und sind verbindlich anzuwenden, sie sind jedoch nicht ausführlich im Gesetz definiert.
Sie rühren aus dem folgenden Leitsatz her:

„Die Buchführung muss so beschaffen sein, dass sie einem sachverständigen Dritten innerhalb angemessener Zeit einen Überblick über die Geschäftsvorfälle und über die Lage des Unternehmens vermitteln kann.“
– § 238 Abs. 1 Satz 2 HGB

Ein weit verbreitetes Übersichtsschema zu den GOB ist:

  • Die Buchführung muss klar und übersichtlich sein. Dazu gehört:
    • eine sachgerechte Organisation
    • eine übersichtliche Gliederung des Jahresabschlusses
    • ein Verbot, Vermögenswerte und Schulden sowie Aufwendungen und Erträge miteinander zu verrechnen (Bruttoprinzip, Saldierungsverbot), und
    • ein Verbot, Buchungen unleserlich zu machen.
    • ein Verbot, Bleistifteintragungen vorzunehmen.
  • Alle Geschäftsvorfälle müssen fortlaufend, vollständig, richtig und zeitgerecht sowie sachlich geordnet gebucht werden.
  • Jeder Buchung muss ein Beleg zugrunde liegen.
  • Die Buchführungsunterlagen müssen ordnungsmäßig aufbewahrt werden.